Tuesday, June 30, 2009

Finanzkrise Multimedial





Wer, wie ich, von der Wirtschafts- und Finanzkrise genervt ist nicht genug bekommen kann, dem seien diese beiden Animationsfilme wärmstens ans Herz gelegt.

Jonathan Jarvis vom Art Center College of Design aus Pasadena/Ca. erklärt uns im ersten Animationsfilm "The Crisis of Credit Visualized" die komplexen Mechanismen, die zum Entstehen der Finanzkrise geführt haben, incl. CDS' und CDOs...

Mike Winkelmann alias Beeple beleuchtet in "Subprime" den amerikanischen Immobilienmarkt aus der isometrischen Vogelperspektive und lässt den Traum vom immer größeren eigenen Haus, von der Blockhütte im Wald bis zur Villa mit eigenheimgroßer Garage, immer wieder neu entstehen, bis die Blase schließlich platzt und der kleine Mann buchstäblich auf der Straße steht...

Beide Filme sind für registrierte Vimeo-User übrigens als hochauflösende Quicktime-Dateien herunterladbar...

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Toto, Prince und Run-DMC: Linn LM-1 und Oberheim DMX Drumcomputer



Anfang der achtziger Jahre basierten die marktbeherrschenden japanischen Drumcomputer noch ausschließlich auf analoger Technik. Die Klangerzeugung über Oszillatoren und Rauschgeneratoren ist zwar heute für Freunde der elektronischen Musik das Nonplusultra, zur damaligen Zeit fanden ernsthafte Studiomusiker den Sound von Geräten wie Roland CR-78 oder Maestro Rhythm King allerdings viel zu künstlich und setzten sie, wie Sly Stone, höchstens mal als Gimmick ein.

Während die von Roland 1980 vorgestellte TR-808 (heute immerhin der heilige Gral der Drummachines) noch vollständig auf analoge Synthese setzte, stellte samplebasierte Klangerzeugung zum ersten Mal eine Arbeitsplatzbedrohung für Drummer dar. Denn, auch wenn die Samples mit einer Auflösung von kruden 8-bit unnatürlicher klingen als manch analog zusammengeschraubter Sound, fiel das Preis-Leistungsverhältnis doch erstmals unter das von Studioschlagzeugern.

Was samplebasierte Drumcomputer der achziger Jahre angeht, wurden an dieser Stelle bereits die SP-1200 von EMU und die Sequential Circuits DrumTraks gefeatured. Von den großen nicht-Roland/Boss-Drumcomputern fehlen also nur noch die LM-1 von Roger Linn und die DMX von Oberheim (zur Erinnerung: 20 Jahre SP-1200 und Samian Mobile Disco use the SCI Drumtraks).

Den Signature-Drummachines von Prince (LM-1) und Run-DMC (DMX) hat die allseits beliebte englische Tageszeitung Guardian jetzt in der Serie „Hey, what's that sound?“ einen kurzen aber dennoch lesenswerten Artikel gewidmet, incl. Tipps wie man den original 1999-Prince Sound hinbekommt, wer die 8-bit Samples für die LM-1 eingespielt hat und welche Maschine für die Beats von New Orders Blue Monday verantwortlich ist...

Hey, what's that sound: Linn LM-1 Drum Computer and the Oberheim DMX

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Friday, June 26, 2009

Michael Joseph Jackson: *29.08.1958 - ✝25.06.2009




Rest in Peace, Michael.

Thank you for the Moonwalk, the Jheri curl, the sequined glove and, most of all, your musical genius.

You are forever a legend, an icon and a God in the cultural firmament.

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Thursday, June 25, 2009

Red Bucket Films x Katsu: Graffiti Powers of Ten



Wer sich für Industriedesign oder Gegenwartskunst im Allgemeinen interessiert, dürfte den grandiosen IBM-Film "Powers of 10" von Charles und Ray Eames (bekannt durch den Vitra/Herman Miller Lounge Chair) über Größenverhältnisse in der Natur kennen.

Die New Yorker Filmmacher Nick Poe und Alex Kalman von Red Bucket Films haben sich mit dem Graffitikünstler Katsu zusammengetan und eine augenzwinkernde Hommage an das Werk der Eheleute Eames produziert.

Sollte man im Juli gerade in London sein, z.B. um sich die Ausstellung von Claire Phillips anzusehen, kann man die Chance nutzen, um auch gleich die Red Bucket Ausstellung in der Crisp Gallery anzusehen (läuft noch bis zum ersten August).

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Claire Phillips - "The Human Face of Death Row"




Die englische Künstlerin Claire Phillips beschäftigt sich mit Menschen die direkt oder indirekt mit der Todesstrafe in den Vereinigten Staaten zu tun haben.

Ihr Portraitzyklus "The Human Face of Death Row" verzichten auf einen direkten Bezug zum Tod und stellen Todeskandidaten, aber auch Befürworter und Strafvollzugsbeamte zuallererst als gewöhnliche Menschen dar

Die Bilder in Öl auf Leinwand werden vom ersten bis zum fünften Juli in der Oxo Tower Wharf Gallery in London gezeigt, weitere Termine finden sich auf der Webseite der Künstlerin.

Begleitet wird die Ausstellung von aufgezeichneten Interviews die Phillips im Vorfeld mit den Portraitierten geführt hat und einige Audiofiles können hier heruntergeladen werden.

Weitere Infos und Fotos gibt es hier auf der Webseite des englischen Guardian.

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Monday, June 15, 2009

A Future Classic: MOON




Duncan Jones' "MOON" ist ein klassischer Science-Fiction Film in der Tradition von Alien, Outland oder Silent Running. "Es wäre toll, wenn Ridley Scott oder Douglas Trumbull mehr solche Filme machen würden", aber da das leider nicht so sei, müssten halt Typen wie er den Job machen, erklärt der 37-jährige Regisseur.

Jones' Idealismus scheint sich ausgezahlt zu haben. Obwohl er nur ein Budget von fünf Millionen Dollar hatte, und für die über 450 Spezialeffekte nur 33 Tage zur Verfügung standen, glänzt der Film mit einer fantastischen Optik, die nahtlos an die Ästhetik der späten 70er/frühen 80er anschliesst.

Eine Spoiler-freie Rezension gibt es hier, den Trailer kann man sich in hoher Auflösung hier ansehen.

In den USA ist MOON letzten Freitag angelaufen, ob und wann der Topkandidat für den Film des Jahres in die Deutschen Kinos kommt, ist leider noch nicht klar.

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Tuesday, June 09, 2009

Johnny Chung Lee und Microsofts Project Natal

Vor einem halben Jahr habe ich an dieser Stelle eine interessante und vor allem kostengünstige Alternative zur CNN Multitouch-wall vorgestellt.

Zur Erinnerung: Johnny Chung Lee vom Lehrstuhl für Mensch-Computer-Interaktion der Carnegie Mellon University hatte eine low-cost Variante entwickelt, die auf den Infrarot-Trackingfähigkeiten des Nintendo Wiimote Controllers basiert.

Seitdem hat Dr. Lee an der Entwicklung von Microsofts "Project Natal"-Trackingsystem für die X-Box 360 mitgearbeitet und Anfang des Monats auf seinem Blog einige nähere Angaben zur Funktionsweise desselben geposted.

Lees Aussagen haben es in sich: Während die Wiimote mit einer IR-Kamera und einem Beschleunigungssensor arbeitet, rendert Project Natal über Tiefensensorkameras eine Datenpunktwolke der Oberfläche von Objekten oder Lebewesen und interpretiert Veränderungen dieser Wolke über eine ausgefuchste Trackingsoftware. Da auf der E3-Elektronikmesse von Microsoft gerade mal die ersten Entwicklerkits vorgestellt wurden, sollte man bei Leistungsfähigkeit und vor allem Preis natürlich vorsichtig sein. Das Potential scheint (was Mensch-Maschine Interfaces betrifft) allerdings schon in diesem frühen Stadium enorm...

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